OSTASIEN Verlag
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Ohne Dich bin ich gewandert


   

Essays von Huh Su-Kyung

Aus dem Koreanischen übersetzt von Kyung Hee Park und Matthias Augustin

 
   
   

Reihe Phönixfeder 62
OSTASIEN Verlag
Paperback (12,5 x 21,5 cm), ix + 155 Seiten, mit 29 Farbfotos der Autorin
2022. € 19,80

ISBN-13: 978-3-946114-89-5 (978-3946114895, 9783946114895) ISBN-10: 3-946114-89-X (394611489X)
 

In den in diesem Buch versammelten Essays führt die süd-koreanische Lyrikerin und Archäologin Huh Su-kyung ihre Leserinnen und Leser auf Streifzügen zu Fuß durch ihre Wahlheimat Münster. Jedem der insgesamt dreizehn Kapitel (dazu kommen ein Epilog und ein Prolog) ist ein Gedicht vorangestellt, mal Bekanntes aus dem Kanon der deutschsprachigen Lyrik, aber auch weniger bekannte Werke und Namen. Huh greift Inhalt und Stimmung dieser Gedichte auf, verwebt in lyrisch-knapper, aber immer zugänglicher Sprache Geschichte und Geschichten der Stadt mit eigenen Erlebnissen, Betrachtungen und Erinnerungen. Dabei ergeben sich durch ihre Perspektive der aus einem gänzlich anderen Kulturkreis stammenden Flâneuse oft überraschende und erhellende Blickweisen, die auch denen interessante Anstöße liefern, die mit der Stadt gut vertraut zu sein meinen.

Durch Huh Su-kyungs Werk ziehen sich sowohl die persönliche Suche nach der Wahrhaftigkeit von Sprache und Erinnerung als auch große Themen wie Verfolgung, Heimatverlust und Entfremdung, und so legt sie mit diesem Buch keinen Reiseführer im herkömmlichen Sinn vor, sondern setzt die Geschichte der Stadt in Bezug zur deutschen und europäischen Geschichte und legt schichtenweise, quasi ihrer Rolle als Archäologin nachkommend, bisweilen auch Verborgenes und Schmerzhaftes frei. Von der Autorin selbst aufgenommene Fotos runden die koreanische Ausgabe des Buches ab und vermitteln einen visuellen Eindruck der erwähnten Orte, Bauten und Funde. Das Buch erschien erstmals 2015 im renommierten Verlag Nanda in der Reihe "Ich wandere" und hat inzwischen mehrere Auflagen erlebt.

Zur Autorin

Huh Su-kyung wurde 1964 in Jinju, einer im Süden der koreanischen Halbinsel gelegenen Stadt mit lange zurückreichender Geschichte geboren. Nach dem Studium der Koreanischen Literatur ging Huh nach Seoul, wo sie eine Stelle bei einem Radiosender annahm. Die Veröffentlichung ihrer ersten beiden Gedichtbände fällt in diese Zeit.
1992 verlässt Huh Korea und geht nach Deutschland, zunächst nach Marburg, dann nach Münster. Hier studiert sie Vorder­asiati­sche Altertumskunde und Altorientalische Philologie, beteiligt sich an zahlreichen Ausgrabungen und Exkursionen und schließt ihr Studium mit dem Doktortitel ab. 
Vier weitere Lyrikbände erscheinen, weiterhin Bände mit Essays, Prosa, Kinderliteratur und literarische Übersetzungen aus dem Deutschen ins Koreanische. 
Huh gilt in Südkorea als eine der wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und teilweise in englischer, französischer und deutscher Übersetzung veröffentlicht.
2018 verstarb Huh Su-kyung mit 54 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in Münster.

Zu den Übersetzern

Kyunghee Park, geboren 1969 in Seoul, lebt in München. Zahlreiche Übersetzungen deutschsprachiger Literatur ins Koreanische, u.a. von Jurek Becker, Günter Grass, Hermann Hesse, Jakob Hein, Herta Müller, Tilman Rammstedt und Judith Schalansky

Matthias Augustin, geboren 1968 in Münchberg, lebt in München. Etliche Übersetzungen von Romanen und Kurzgeschichten, u.a. von Hwang Sŏkyŏng, Kim Sŭng’ok, Pak T’aewŏn, Yang Kwija und Yi Yun’gi, ins Deutsche.